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BERTHOLD LEIBINGER STIFTUNG
Preisverleihung 2008

Frau Dr. Leibinger-Kammüller begrüßte die Gäste zur fünften Preisverleihung
Auch 2008 war die Preisverleihung der Berthold Leibinger Stiftung wieder ein Treffpunkt für Anwender, Entwickler und Wissenschaftler sowie Vertreter aus Politik, von Presse und Verbänden. 250 Gäste wohnten dem Festakt im Auditorium am Stammsitz der Trumpf Gruppe bei und feierten beim anschließenden Empfang mit den stolzen Preisträgern. Den Festvortrag hielt Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, zum Thema „Große Forschung – große Herausforderung“. Diese zu bewältigen brauche es nicht nur einen langen Atem, Weitsicht, und die richtigen Ziele, das Entscheidende seien immer die Menschen, ihre Talente und Ideen.
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war der Auftritt der Bühnen-Profis „Physikanten & Co.“. Der unterhaltsame Auftritt mit physikalischen Experimenten war für Experten und Laien gleichermaßen lehrreich.

Im Mittelpunkt standen die aus mehreren Teilen Deutschlands und der USA angereisten Preisträger. Erstmals hatte die Jury einen der Preise doppelt vergeben: Der dritte Preis ging gleichberechtigt einmal an Dr. Cary Gunn, einen der Gründer des Unternehmens Luxtera Inc., Carlsbad, Kalifornien, für seine Entwicklungsarbeiten in der Silizium-Photonik.
Auftritt der
Physikanten & Co.
Ebenfalls mit dem Dritten Preis ausgezeichnet wurden Professor Dr. Jürgen Czarske und zwei seiner Mitarbeiter, Dr. Lars Büttner und Dr. Thorsten Pfister von der Technischen Universität Dresden. Sie entwickelten einen neuen Laser-Sensor der mittels Doppler-Effekt nicht nur präziser misst als bisherige Detektoren, sondern neben der Geschwindigkeit auch die Position des Messobjektes genau bestimmen kann.
 
Treffpunkt: Dr. Schneider, Preisträger von 2000, im Gespräch mit Preisträger
Dr. Sandstrom
Den zweiten Preis erhielten Dr. Richard Sandstrom und Dr. William Partlo vom kalifornischen Laserhersteller Cymer Inc. aus San Diego. Ohne die von Ihnen entwickelten Excimerlaser wäre die heutige Produktion von Mikroprozessoren und Speicherchips nicht möglich. Das Preisgeld für den ersten Preis teilen sich vier Entwickler von Bosch: Dr. Jens König, Dr. Thorsten Bauer, Dr. Markus Willert und Ulrich Graf führten weltweit die erste Mikrobearbeitung mit Ultrakurzpuls-Lasertechnik in der industriellen Serienfertigung ein.
Zum zweiten Mal verlieh die Berthold Leibinger Stiftung den Berthold Leibinger Zukunftspreis. Dieser Forschungspreis wurde im Jahr 2006 eingerichtet und wird ebenfalls auf dem Gebiet der angewandten Lasertechnologie verliehen. Jury-Mitglied Professor Dr. Theodor Hänsch hielt die Laudatio auf den Biochemiker und Harvard-Professor Xiaoliang Sunney Xie. Er würdigte Xies Arbeiten zur Einzelmolekül-Biophysik und der nicht-linearen optischen Mikroskopie als bedeutende Laseranwendung. Seine Arbeiten ermöglichen es unter anderem, mit Echtzeit-„Filmaufnahmen“ von der Protein-Produktion in lebenden Zellen den genetischen DNA-Code zu verstehen und neue Strategien für die Bekämpfung von Krankheiten zu entwickeln.
Prof. Hänsch überreichte den Zukunftspreis an Prof. Xie