| Gerda und Dr. Fritz Ruf, Tochter und Schwiegersohn des Firmengründers der Hüttinger Elektronik in Freiburg, gründeten im Jahr 2006 die Fritz Hüttinger Stiftung. Zwecke dieser rechtlich unselbständigen Stiftung unter dem Dach der Berthold Leibinger Stiftung sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung insbesondere innovativer Technologien im Bereich elektrischer Energien, sowie die Förderung und Pflege des Gemeinschaftswesens und des bürgerschaftlichen Engagements. | ||||||||||
| Die Zielsetzungen auf dem Sektor Wissenschaft und Forschung sollen unter anderem erreicht werden durch die Förderung und Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben, durch die Vergabe von Forschungsaufträgen insbesondere auf dem Gebiet elektrischer Energien und die Auslobung von Wissenschaftspreisen. Auf dem Gebiet der Gemeinschaftspflege durch die Förderung der Heimat- und Landschaftspflege sowie durch die Unterstützung von Maßnahmen und Veranstaltungen in den Bereichen Jugend- und Seniorenarbeit. | |||||||||||
Zur Person Fritz Hüttinger Am 5. Juni 1897 in Appetshofen bei Nördlingen geboren, beginnt Fritz Hüttinger nach seiner Lehre als Elektrotechniker und der Teilnahme am 1. Weltkrieg 1919 sein Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule für das Ingenieurwesen in Konstanz. Der junge Ingenieur kommt 1921 nach Freiburg im Breisgau, wo er 1922 eine Firma für elektrische Apparate gründet. 1925 erweitert er den Betrieb in eine Fabrik für elektromedizinische Geräte, in der schon 1926 das erste Diathermie- und Chirurgiegerät serienmäßig gefertigt wird. Ein neues Firmengebäude mit jetzt etwa 30 Mitarbeitern folgt 1933. |
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| Bereits 1936 begann in der eigenen Glasbläserei die Fertigung der "HÜTTINGER Hochvakuum-Verstärkerröhre" für elektromedizinische Geräte. Bis Kriegsbeginn 1939 gehen etwa 90 Prozent der Produktion in den Export. Im November 1944 fallen alle Gebäude und Einrichtungen einem Luftangriff zum Opfer. | |||||||||||
| Fritz Hüttinger beginnt 1946 mit einigen Mitarbeitern den Wiederaufbau. Schon 1949/50 nimmt er neue elektromedizinische Geräte, insbesondere aber Hochfrequenzgeneratoren für induktive und kapazitive Erwärmung für den Industriebedarf in das Fertigungsprogramm auf. Auch die Entwicklung von Mittelfrequenzgeneratoren treibt er voran. Von 1956 an firmiert das Unternehmen unter "Fritz HÜTTINGER Elektronik GmbH" und ist so erfolgreich, dass alle zehn Jahre der Umsatz verdoppelt werden kann. Doch bereits 1963 stirbt Fritz Hüttinger mit nur 65 Jahren. Seine Witwe stellt sich der Herausforderung und wird, unterstützt von Familienmitgliedern und Mitarbeitern, geschäftsführende Gesellschafterin. 1990 entschließt man sich, den bedeutendsten Kunden, die TRUMPF GmbH + Co. KG, in zwei Schritten am Unternehmen zu beteiligen. Seit 1993 liegen 75 Prozent der Anteile an der HÜTTINGER Elektronik GmbH + Co. KG bei TRUMPF, 25 Prozent bei der Familie Ruf/Hüttinger. | |||||||||||
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