Comicbuchpreis

3. Comicbuchpreisverleihung der Berthold Leibinger Stiftung

Comicbuchpreis 2017 für „Ein Licht, das Schatten leert“ von Tina Brenneisen Preisverleihung im Literaturhaus Stuttgart am Freitag, 5. Mai 2017, 18:00 Uhr

„Das Licht, das Schatten leert“ von Tina Brenneisen thematisiert autobiografisch eine komplexe Krisensituation: eine Totgeburt. Brenneisen illustriert in ihrem Band den Schmerz der Eltern, die Hilflosigkeit der Umgebung, die Sprachlosigkeit der Familie und den Weg der verwaisten Eltern zurück in ihr Leben.

Die Preisträgerin, 1977 in Dresden geboren, studierte Philosophie und Psychologie in Dresden und Berlin. Unter dem Pseudonym PoinT arbeitet sie als Comiczeichnerin und Karikaturistin in Berlin. 2013 hat sie Parallelallee, einen kleinen Verlag für Comics und illustrierte Literatur, gegründet, der mittlerweile eine Verlagskooperation mit dem Schaltzeit Verlag eingegangen ist.

Andreas Platthaus, Vorsitzender der Jury und Literaturchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, meint in seiner Laudatio auf den Band: „Der Comic, den wir heute auszeichnen, Das Licht, das Schatten leert, ist etwas ganz anderes: jenseits aller Genres, vollkommen unallegorisch, dafür höchstpersönlich.“

Bei der Preisverleihung im vollbesetzten Literaturhaus Stuttgart berichtet Professor Hans-Georg Barber von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in seiner Festrede „Creditpoints für Sprechblasen – Comics im Namen der Hochschule!“ vom Studium und der Ausbildung junger Comickünstler. Barber schätzt den Wandel folgendermaßen ein: „In der deutschen Comic-Landschaft hat ein Wandel stattgefunden. War es vor 20 Jahren noch undenkbar, dass Comics zeichnen und das narrative Erzählen in Bildern an Hochschulen gelehrt wird, ist es heute zur Normalität geworden. Um es noch klarer zu formulieren, man hat fast den Eindruck, dass die Kunst- und Design-Universitäten in Deutschland inzwischen die Arbeit der Comicverlage übernommen haben, zumindest in der Betreuung, bei der Suche nach neuen unkonventionellen Ausdrucksmöglichkeiten und Erzählweisen im Comic-Medium.“

Zum dritten Mal verleiht die Berthold Leibinger Stiftung 2017 ihren mit 15.000 Euro dotierten Comicbuchpreis für ein nicht veröffentlichtes, deutschsprachiges Werk. Neben Tina Brenneisen erhalten neun Finalisten je 1.000 Euro.

Die Finalisten 2017 sind:

  • „Hermann“ von Hannah Brinkmann
  • „Dreiecke“ von Paula Bulling
  • „Der Dschungel“ von Kristina Gehrmann
  • „Ali – hard to be humble” von Thomas Gilke
  • „Der Märchenmaler von Zürich“ von  Serpentina Hagner
  • „In meiner Erinnerung war mehr Streichorchester“ von Julia Hoße
  • „Mäandern“ von Marie Pohl
  • „Nachts im Paradies“ von Frank Schmolke
  • „The Stüffens – die unmögliche Zutat“ von Sebastian Stamm

Eine Ausstellung zu Tina Brenneisens Bewerberarbeit zeigt das Literaturhaus von Freitag, den 5. Mai bis 24. Juni 2017. Später wird sie im Literarischen Colloquium in Berlin zu sehen sein. Beim Trickfilm-Festival hält Tina Brenneisen am Samstag, 6. Mai um 10 Uhr den Workshop „Graphic Novels – Erzählen zwischen Literatur und Film“ im Metropol in Stuttgart.


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