Stiftung

Doris Leibinger, die Stifterin der Doris Leibinger Stiftung, ist am 30. Januar verstorben

Doris Leibinger, Ehefrau des 2018 verstorbenen Berthold Leibinger, die Stifterin der Doris Leibinger Stiftung und Gesellschafterin der TRUMPF GmbH + Co. KG, ist am 30. Januar 2021 gestorben. Ihr Leben war von Dankbarkeit und Freude, Großherzigkeit und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet, die sie als überzeugte Christin lebte.

1934 in Stuttgart geboren, machte Doris Leibinger nach dem Abitur 1953 eine Ausbildung an der privaten Fachschule für das Dolmetscherwesen in Stuttgart. Anschließend arbeitete sie bei SEL. 1957 heiratete sie Berthold Leibinger, der später Vorsitzender der Geschäftsführung von TRUMPF wurde. Das Paar hatte drei Kinder: Tochter Nicola, eine studierte Japanologin und promovierte Germanistin, führt heute das Familienunternehmen TRUMPF. Die zweite Tochter Regine steht als Architektin dem international tätigen Architekturbüro Barkow Leibinger in Berlin vor. Der Sohn Peter studierte Maschinenbau und ist heute stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung bei TRUMPF.      

 2007 entschloss sich Doris Leibinger, ihre vielfältigen sozialen Aktivitäten in einer Stiftung zusammenzufassen. „Es ist mir ein Herzensanliegen, hilfsbedürftigen Kindern, auch solchen, die der Willkür Erwachsener wehrlos ausgeliefert sind, hilfreich zur Seite zu stehen“, formulierte sie ihr Ziel und stattete Ihre Stiftung mit knapp sieben Millionen Euro Kapital aus. Die Doris Leibinger Stiftung verfolgt mildtätige Zwecke mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche.   

Doris Leibinger engagierte sich ihr Leben lang auch auf kulturellem Gebiet, zum Beispiel im Bereich Kunstlied und klassischer Musik im Allgemeinen, für das Landesmuseum Württemberg, den schwäbischen Dialekt. Im sozialen Bereich zusätzlich mit ihrer Arbeit als Jugendschöffin, ihrem Einsatz für das Kinderhospiz und das Hospiz Stuttgart und das Behindertenzentrum (bhz) Stuttgart.   

Die drei zentralen Themen der Doris Leibinger Stiftung sind die Verbesserung der Lebenssituation von Blinden und Taubblinden, die Unterstützung von Familien bei der häuslichen Pflege ihrer schwerstbehinderten Kinder mit Mobilitätshilfen, sowie die Stärkung von Missbrauchsopfern.   

Einen großen Schritt stellte 2019 eine Fördervereinbarung mit der Stiftung taubblind leben dar. Mit einem Betrag von einer Million Euro sollen in zehn Jahren die Ausbildung für Lormdolmetscher zertifiziert und ihre Zahl bundesweit um etwa das Achtfache gesteigert werden. Zusätzlich sollen die durch die Digitalisierung ermöglichten neuen Zugangswege zu den Betroffenen bekannt gemacht und die Zahl der Taubblinden-Assistenzen signifikant erhöht werden. Ziele des Projektes sind die Mobilisierung der Taubblinden und eine spürbare Verbesserung ihrer Kommunikationsmöglichkeiten


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