Leitbild

Warum richtet man eine Stiftung ein?

"Um Gutes zu tun, als Ausdruck der Dankbarkeit für zugefallenen Erfolg? Als Zeichen für die nachfolgende Generation oder um den eigenen Namen so weiterleben zu lassen? Vieles mag einfließen, aber der wichtigste Impetus ist sicher der Wunsch, besondere Anliegen zu unterstützen und zu fördern. Jeder, dessen wirtschaftlicher Erfolg bekannt wird, sieht sich einer Vielzahl von Bitten um Unterstützung von Vorhaben aus allen Lebensbereichen gegenüber. Manchen Anliegen kann man entsprechen, viele Wünsche müssen unerfüllt bleiben. Einmal, weil die Mittel nicht für alles reichen, und dann, weil man manche Ansinnen auch nicht unterstützen will.

Eine Stiftung bringt System in mäzenatisches Tun. Sie hat eine Satzung, die die Förderschwerpunkte definiert, und eine Geschäftsführung, die die Ausgaben steuert. In unserem Fall geht es um die Förderung von Wissenschaft und Kultur, um die Unterstützung von Kirche und um soziales Engagement. Dies ist immer noch ein weites Feld, aber in allen genannten Bereichen konnten wir schon Etliches tun. Und so soll es bleiben."

Professor Dr. techn. Dr.-Ing. E. h. Berthold Leibinger

Die Satzungsziele der Berthold Leibinger Stiftung

Die Fördertätigkeit der Berthold Leibinger Stiftung folgt den Zwecken:

  • Förderung von Wissenschaft und Forschung
  • Erhaltung und Förderung des kulturellen Erbes
  • Förderung von Religionsgemeinschaften
  • Unterstützung Hilfsbedürftiger

Sie werden verwirklicht durch die Förderung klassischer und zeitgenössischer Literatur, des Theaters, des Liedgutes und der Geschichtsforschung sowie durch wissenschaftliche Projekte, darüber hinaus durch die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen und Hilfe bei der Ausschmückung und Renovierung von Gotteshäusern und Gemeindehäusern.

Der Stifter

​Berthold Leibinger

Berthold Leibinger gründete 1992 die Berthold Leibinger Stiftung GmbH als gemeinnützige Stiftung, die die Erträge aus ihrem Vermögensstock kulturellen, wissenschaftlichen, religiösen und wohltätigen Zwecken zuführt. Von 1978 bis 2005 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Firma Trumpf, Hersteller von Werkzeugmaschinen und Lasern für die Materialbearbeitung. Von 2005 bis 2012 war Berthold Leibinger dann Vorsitzender der Aufsichtsgremien der Unternehmensgruppe. Von 2013 bis 2018 war er Vorsitzender des Kuratoriums der Berthold Leibinger Stiftung.

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Die Kuratoren

Das Kuratorium der Berthold Leibinger Stiftung gibt Impulse und setzt Akzente bei der Projektauswahl. Es setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen.

Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller

Vorsitzende des Kuratoriums

Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller

Vorsitzende des Kuratoriums

Vorsitzende der Geschäftsführung und geschäftsführende Gesellschafterin der Trumpf GmbH + Co. KG, verantwortlich für die strategische Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Markenmanagement, Immobilienmanagement und Nachhaltiges Wirtschaften, Recht und M+A sowie Personal (Arbeitsdirektorin). 1959 in Wilmington, Ohio (USA) geboren. Studium der Germanistik, Anglistik und Japanologie in Freiburg, Middlebury, VT (USA) und Zürich mit anschließender Promotion. Seit 1985 im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Trumpf Gruppe tätig, von 1988 bis 1990 für die Trumpf Corporation in Japan.

Von 1992 bis 2010 Geschäftsführerin der Berthold Leibinger Stiftung GmbH, seit 1994 Gesellschafterin der Trumpf GmbH + Co. KG, seit Januar 2003 Geschäftsführerin der Trumpf GmbH + Co. KG. Im November 2005 übernahm Frau Dr. Leibinger-Kammüller den Vorsitz der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG, der Führungsgesellschaft der Trumpf Gruppe. Daneben nimmt Frau Dr. Leibinger-Kammüller zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben im wissenschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereich wahr. Sie ist zudem Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens AG, der Voith GmbH und der Axel Springer AG sowie Mitglied des Beirats der Landesbank Baden-Württemberg und der BW-Bank.


Prof. Dr. rer. nat. Andreas Tünnermann

Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums

Prof. Dr. rer. nat. Andreas Tünnermann

Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums

Andreas Tünnermann erhielt 1988 sein Diplom in Physik an der Universität Hannover. Seine Promotion schloss er im Jahre 1992 an der Universität Hannover mit einer Arbeit zum Thema „Wechselwirkung intensiver Laserstrahlung mit atomaren Gasen und Dämpfen: neue Methoden zur Realisierung kurzwelliger kohärenter Strahlung“ ab. Während seiner Zeit als Abteilungsleiter (1992–1998) am Laser Zentrum Hannover habilitierte er 1997 an der Universität Hannover. Seit seiner Berufung 1998 auf die W3-Professur für Angewandte Physik an der Friedrich-Schiller Universität Jena, steht er dem Institut für Angewandte Physik als Direktor vor. 2003 wurde er als Direktor des Fraunhofer Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) berufen.

Seit 2009 ist er Mitglied im Direktorium des Helmholtz-Instituts Jena. In seiner Laufbahn erhielt er bereits 10 Preise und Auszeichnungen, darunter den Otto-Schott-Preis der Carl-Zeiss-Stiftung, Berthold Leibinger Innovationspreis, Gottfried-Wilhelm-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, den Verdienstorden des Landes Thüringen, den Thüringer Forschungspreis sowie den ERC-Advanced Grant für die Weiterentwicklung von Faserlasern. Seit 2010 ist er Fellow der Optical Society of America und seit 2011 Mitglied von ACATECH. Sein wissenschaftliches Wirken äußert sich in mehr als 900 Publikationen in referierten Zeitschriften und Büchern, 25 Patenten und Anmeldungen sowie mit mehr als 100 eingeladenen Vorträgen auf internationalen Konferenzen und an Universitäten. Sein h-Index beträgt 63 mit mehr als 15.000 Zitierungen.

Martin Klumpp

Martin Klumpp

Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen und Zürich. Psychologische Zusatzausbildung in Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Pfarrstelle Hospitalkirche Stuttgart mit Aufbau und Leitung des Bildungszentrums Hospitalhof. Stadtdekan in Stuttgart, zuletzt Prälat der Evangelischen Landeskirche für den Sprengel Stuttgart sowie Stiftsprediger an der Stuttgarter Stiftskirche. Ruhestand seit 2005.

Mitbegründer und langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter vom Hospiz Stuttgart, Schwerpunkt Leitung von Gesprächsgruppen für trauernde Menschen sowie Vorsitzender des Fördervereins. Vorsitzender des Vereins Evangelische Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik, Fachschulen in Herbrechtingen, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart. Stellvertretender Vorsitzender der Evangelischen Seminarstiftung mit den Evangelisch-theologischen Seminaren in Blaubeuren und Maulbronn. Mitglied im Kuratorium der Stiftung Evangelisches Stift.

​Jossi Wieler

​Jossi Wieler

Jossi Wieler, geboren in Kreuzlingen, Schweiz. Regie-Studium am Theatre Department der Universität Tel Aviv. 1979 erste Regiearbeit am Habima Nationaltheater. 1980-1982 Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus. Danach als Schauspielregisseur in Heidelberg, Bonn, Stuttgart, Basel, Hamburg, Zürich, Berlin, bei den Münchener Kammerspielen sowie wiederholt bei den Salzburger Festspielen. 1994 Regisseur des Jahres für seine Inszenierung von Elfriede Jelineks Wolken.Heim. Zahlreiche Einladungen für seine Schauspielarbeiten zu nationalen und internationalen Festivals. In Tokio 1997 Inszenierung von Herr Paul sowie 2005 von Yotsuya Ghost Story mit japanischen Schauspielern.

2002 Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste, 2005 Preis der deutschen Kritik sowie 2009 Nestroy-Preis für seine Inszenierung von Rechnitz (Der Würgeengel) von Elfriede Jelinek. Seit 1994 gemeinsam mit Sergio Morabito auch Operninszenierungen. An der Oper Stuttgart u. a. La clemenza di Tito, L’incoronazione di Poppea, Siegfried, Don Carlo, Norma, Moses und Aron, Una cosa rara, La Juive und Katja Kabanova 2002 "Regieteam des Jahres." 2006 Deutscher Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Beste Opernregie für Doktor Faust und 2012 für Die glückliche Hand/Schicksal. 2015 Kulturpreis Baden-Württemberg. 2016 Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Von 2011 bis 2018 Intendant der Oper Stuttgart.

Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Zügel

Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Zügel

Professor Dr. Dr. h.c. Walther Zügel, Jahrgang 1933, war über 21 Jahre Vorsitzender des Vorstands der Landesgirokasse Stuttgart, die seit 1999 Teil der Landesbank Baden Württemberg ist. Er übte in bedeutenden Wirtschaftsunternehmen Aufsichtsrats- und Beiratsfunktionen aus, unter anderem bei Behr, fischerwerke, Lidl, Porsche, Schuler, Stihl, Stuttgarter Hofbräu und Trumpf. Neben seinem beruflichen Engagement hat sich Professor Zügel besonders für die Pflege von Kunst und Kultur eingesetzt. Er war über 34 Jahre im Vorstand des Stuttgarter Galerievereins, ist Mitgründer des Förderkreises des Deutschen Literaturarchivs, Mitgründer der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie, Mitgründer der Akademie für gesprochenes Wort, ehemals Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Staatstheater Stuttgart,

über 30 Jahre Vorsitzender des Vorstands der Freunde und Förderer der Wilhelma, Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Stuttgart sowie Gründungsmitglied der Heilbronn Business School. Er war langjähriger Stellvertretender Präsident der IHK Region Stuttgart, ist Ehrendoktor der Universität Hohenheim, sowie Ehrensenator der Universitäten Hohenheim und Stuttgart. Er wurde mit dem Ehrentitel Professor des Landes Baden-Württemberg, dem großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, der Verdienstmedaille und der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Zahlen und Fakten

Die Gesamtfördersumme der Berthold Leibinger Stiftung betrug bis zum 30. Juni 2019 insgesamt mehr als
21 Millionen EUR. Im Förderschwerpunkt Wissenschaft wurden seit Gründung 8,6 Millionen EUR und in der Kultur 9,4 Millionen EUR ausgegeben. Für religiöse Vorhaben wurden rund 1,9 Millionen EUR und für Soziales  1,1 Millionen EUR gespendet.

Die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres 2018/19:

1178
Tausend €

Wissenschaft

1263
Tausend €

Kultur

175
Tausend €

Religion

65
Tausend €

Soziales

Grundsätze guter Stiftungspraxis

Die Mittel stammen überwiegend aus der mittelbaren Beteiligung über die Berthold Leibinger Beteiligungen GmbH mit 10 % an der TRUMPF Gruppe.

Die Berthold Leibinger Stiftung bekennt sich als Mitglied des Bunderverband Deutscher Stiftungen zu den Grundsätzen guter Stiftungspraxis. Mit den Grundsätzen guter Stiftungspraxis haben die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen am 11. Mai 2006 erstmals in Deutschland einen übergreifenden ethischen Orientierungsrahmen für Stiftungsorgane und deren Handeln verabredet. Mehr Informationen finden Sie unter:

www.stiftungen.org

Im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichter Jahresabschluss:

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2017/18 (pdf, 122 kB)

Unsere Broschüre:

Berthold Leibinger Stiftung (2,34 MB)

Mitarbeiter

Als gemeinnützige GmbH wird die Berthold Leibinger Stiftung operativ von der Geschäftsführung geleitet. Sie legt den Gesellschaftern den Jahresabschluss vor und ist für die Auswahl der Fördermaßnahmen zuständig. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Brigitte Diefenbacher

Geschäftsführerin, Pressearbeit

Brigitte Diefenbacher

Geschäftsführerin, Pressearbeit

Sven Ederer

Finanzen, Innovationspreis/ Zukunftspreis, Pressearbeit Innovationspreis/ Zukunftspreis

Sven Ederer

Finanzen, Innovationspreis/ Zukunftspreis, Pressearbeit Innovationspreis/ Zukunftspreis

Sandra Hettler

Büro- und Veranstaltungsorganisation

Sandra Hettler

Büro- und Veranstaltungsorganisation

Sonja Reichle

Büro- und Veranstaltungsorganisation

Sonja Reichle

Büro- und Veranstaltungsorganisation

Sara Oliveira

Büro- und Veranstaltungsorganisation

Sara Oliveira

Büro- und Veranstaltungsorganisation

Unterstiftung

Fritz Hüttinger Stiftung

Gerda und Dr. Fritz Ruf, Tochter und Schwiegersohn des Firmengründers der Hüttinger Elektronik in Freiburg, gründeten im Jahr 2006 die Fritz Hüttinger Stiftung.

Mehr zur Fritz Hüttinger Stiftung und ihren Aktivitäten

Zwecke dieser rechtlich unselbständigen Stiftung unter dem Dach der Berthold Leibinger Stiftung sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung insbesondere innovativer Technologien im Bereich elektrischer Energien, sowie die Förderung und Pflege des Gemeinschaftswesens und des bürgerschaftlichen Engagements.