Geleitet von Ass.-Prof. Dr. Philipp Lenhard und gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung erforscht Dr. Ines Koeltzsch zwei Jahre Leben und Werk der deutsch‑jüdischen Ärztin Rahel Straus (1880–1963).

Förderung über zwei Jahre
Am Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien ist das Forschungsprojekt „Rahel Straus – Ein jüdisches Leben im 20. Jahrhundert“ gestartet. Unter der Leitung von Ass.-Prof. Dr. Philipp Lenhard und finanziert von der Berthold Leibinger Stiftung wird Dr. Ines Koeltzsch nun zwei Jahre lang das Leben und Wirken der deutsch-jüdischen Medizinerin, Sozialarbeiterin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin Rahel Straus (1880–1963) erforschen. Dr. Ines Koeltzsch ist Historikerin und forscht und lehrt zur Kultur- und Sozialgeschichte Zentraleuropas im 19. und 20.Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf jüdisch-nicht jüdischen Beziehungen, Flucht und Exil, Literatur und Geschichtsschreibung.

Erste umfassende wissenschaftliche Biographie
Das Resultat des Projekts wird die erste umfassende wissenschaftliche Biographie dieser bemerkenswerten und zugleich komplexen Persönlichkeit sein. Die Biographie soll beispielhaft Einblicke in die Geschichte des deutschsprachigen Judentums im 20. Jahrhundert bieten, die von Emanzipation und sozialem Aufstieg ebenso geprägt ist wie von Verfolgung, Völkermord und Exil. Anhand des Lebens und Wirkens von Rahel Straus lassen sich zudem die Herausforderungen, Möglichkeiten und Grenzen von Frauen in der männlich dominierten Gesellschaft des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik aufzeigen.

Engagement auf wissenschaftlicher Ebene
Ein Förderschwerpunkt der Berthold Leibinger Stiftung liegt mit Erinnerungskultur auf der Aufarbeitung der Verbrechen der NS-Diktatur. Vor diesem Hintergrund ist die Stiftung Förderpartnerin der „Rahel Straus Preise“ in Baden Württemberg, die seit 2019 herausragende ehrenamtliche Erinnerungsarbeit auszeichnen und vom Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie verliehen werden. Das Forschungsprojekt an der Universität Wien erweitert dieses Engagement auf wissenschaftlicher Ebene: Es macht die historische Persönlichkeit hinter dem Namen der Preise sichtbar und schafft eine fundierte Grundlage, um Erinnerungskultur, Bildung und öffentliche Vermittlung dauerhaft zu vertiefen.
Förderung über zwei Jahre
Am Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien ist das Forschungsprojekt „Rahel Straus – Ein jüdisches Leben im 20. Jahrhundert“ gestartet. Unter der Leitung von Ass.-Prof. Dr. Philipp Lenhard und finanziert von der Berthold Leibinger Stiftung wird Dr. Ines Koeltzsch nun zwei Jahre lang das Leben und Wirken der deutsch-jüdischen Medizinerin, Sozialarbeiterin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin Rahel Straus (1880–1963) erforschen. Dr. Ines Koeltzsch ist Historikerin und forscht und lehrt zur Kultur- und Sozialgeschichte Zentraleuropas im 19. und 20.Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf jüdisch-nicht jüdischen Beziehungen, Flucht und Exil, Literatur und Geschichtsschreibung.









